Vogelspinnen
FAQGlossar
Warum "Vogel"-Spinne?
Beim Kauf zu beachten!
Haltung
Zucht
Aufzucht von Spiderlingen
Fütterung
Anatomie
Häutung
Aggressivität
Giftigkeit
Verteidigung
Bombardierspinnen
Bildbestimmung?
Handhabung
Versand von Spinnen
Angebot: Geschlechtsbestimmung
Literaturempfehlungen
Hybridproblematik
Wildfangproblematik
Terrarienbepflanzung
Terrariensicherung
Spinne entlaufen?
Gruppenhaltung
Vogelspinnen in Zooläden
Die wissenschaftlichen Namen
Einrichtung wiederverwenden?
Stammtische
Fortpflanzung/Zucht
Das Hobby Vogelspinnen kann nur auf 2 Arten aufrecht erhalten werden.
Durch Wildfänge oder Nachzuchten!
Natürlich ist die Nachzucht die sinnvollere Lösung.
Hier möchte ich die Fortpflanzung bei Vogelspinnen etwas genauer erläutern.
Vorbereitung:
Hat man die Absicht zu züchten, benötigt man ein adultes Pärchen der gleichen Art.
Das Weibchen sollte relativ frisch gehäutet sein und gut angefüttert werden, um zu verhindern, dass das Weibchen das Männchen vor oder nach der Verpaarung frisst.
Das Männchen muss ein sogenanntes Spermanetz gebaut und somit die Bulben mit Sperma gefüllt haben.
Zur Geschlechtsbestimmung der Spinne gibt es hier Informationen.
Sind nun beide Tiere bereit für eine Verpaarung, bietet es sich an das Terrarium in ein übersichtliches Zimmer ohne viele Versteckmöglichkeiten zu stellen. Dazu später mehr.
Die Verpaarung:
Für die eigentliche Paarung bietet es sich an das Terrarium des Weibchen zu nutzen.
Dieses wird dafür geöffnet und das Männchen aus seinem Behältnis vorsichtig hinein bugsiert.
Kommt nun das männliche Tier mit den Spinnfäden des Weibchens, welche mit Pheromonen versetzt sind, in Berührung wird es relativ schnell zu werben beginnen.
Dieses wird, insofern das Weibchen paarungsbereit ist, von diesem erwidert.
Je nach Art kann dieses Werben sich als heftiges Trommeln mit den Vorderbeinen und den Tastern oder nur als kaum merkliches Zittern äußern. Oftmals kommt das Weibchen dem Männchen bereitwillig aus ihrem Versteck entgegen. Nun hakt sich das Männchen mit den Tibiapophysen in den Tastern, Vorderbeinen oder Chelizeren des weiblichen Tieres ein und versucht dieses hochzustemmen. Ziel ist es, an die Geschlechtsöffnung an der Unterseite des Hinterleibs zu kommen, um dort die an den Tastern sitzenden Bulben einzuführen und das Sperma in die Spermathek des Weibchens abzugeben.
Dieser eigentliche Akt kann zwischen wenigen Sekunden bis zu 2 Stunden andauern.

Verpaarung Avicularia versicolor
Verpaarung Theraphosa blondi

Größenunterschied bei Pterinochilus lugardi Verpaarung

Geschlechtsdimorphismus bei Lasiodora parahybana

Nach der Verpaarung:
Trennen sich nach erfolgter Paarung die Tiere, ist es wichtig, dass das Männchen sich schnell und sicher aus dem Einflussbereich des Weibchens zurückziehen kann.
Hierzu lasse ich das Terrarium während der Verpaarung einfach offen.
Es ist wesentlich einfacher das flüchtende Männchen auf einer glatten Fläche, wie in diesem Fall die Badfliesen, einzufangen, als es direkt aus dem Terrarium zu holen.
Eine männliche Vogelspinne kann mehrere Weibchen erfolgreich befruchten und ist zu wertvoll für die Zucht, als dass man das Risiko eine Gefressenwerdens eingehen sollte.
Es kommt allerdings trotz aller Vorsichtsmaßnahmen manchmal dazu, dass das Weibchen vor oder nach der Verpaarung das Männchen zu packen bekommt und tötet. Dies ist allerdings eher die Ausnahme als die Regel. In seltenen Fällen kann es auch umgekehrt dazu kommen, dass das Männchen das Weibchen auffrisst, wie bei der Pterinochilus murinus eines Bekannten geschehen. Aus diesen Gründen sollte man bei einer Verpaarung stets aufmerksam sein und im Fall der Fälle das Ableben eines der Tiere zu verhindern versuchen.
Vor dem Kokonbau:
Nach erfolgter Verpaarung sollte das Weibchen nochmals überdurchschnittlich gefüttert werden, um die Produktion von Eiern anzuregen da der Kokonbau in freier Natur im Normalfall kurz vor oder während einer Jahreszeit mit reichlichem Nahrungsangebot erfolgt. Des weiteren ist es bei einigen Arten notwendig eine Regenzeit/Trockenphase oder einen Winter zu simulieren. Informationen hierzu erhält man in dem man sich die Klimadiagramme des jeweiligen Herkunftsgebietes ansieht. Auch ist in dieser Phase möglichst auf eine Störung des Tieres zu verzichten. Bis zum Kokonbau kann es zwischen wenigen Tagen bis zu mehreren Monaten dauern.
Der Kokonbau:
War die Verpaarung erfolgreich und sagen die Haltungsparameter dem Weibchen zu, beginnt das Tier mit der Vorbereitung des Kokonbaus. Dazu zieht sich das Weibchen im Normalfall in seinen Unterschlupf zurück und verschliesst diesen mit Erde und/oder dichtem Gespinst. Für den eigentlichen Kokon wird eine glockenähnliche Gespinstwanne gewebt. In diese werden die Eier, die in einer Flüssigkeit schwimmen, gelegt und dabei erst mit dem Sperma, das in der Spermathek gespeichert war, vermischt. Die eigentliche Befruchtung erfolgt erst drei bis vier Stunden später. Sind nun die Eier gelegt und damit der Hinterleib des Weibchens bis zu zwei drittel geschrumpft, werden die Eier mit einer Schicht Spinnseide überzogen. Woraufhin die gesamte Gespinnstglocke vom Weibchen zusammengefaltet und nochmals umsponnen wird. Bei den meisten Afrikanischen Vogelspinnenarten wird ein stationärer Kokon gefertigt. Das bedeutet, der Kokon ist entweder direkt im Wohngespinst des Weibchens integriert oder im Unterschlupf aufgehangen.

Weben der Gespinstwanne

Ablage der Eier

Überspinnen der Eier mit geschrumpftem Abdomen

Kurz vor dem Zusammenfalten

Die Zeitigung:
Nach etwa sechs bis acht Wochen haben sich bei optimalen Bedingungen in dem Kokon, der, insofern es kein stationärer Kokon ist, vom Weibchen umhergetragen und mehrmals täglich gewendet worden ist, aus den Eiern Prälarven oder Larven entwickelt. Nach dieser Zeit muss man sich entscheiden, ob man den Kokon beim Muttertier belässt oder diesen selbst zeitigt und dafür der Mutter wegnimmt. Entscheidet man sich für eine natürliche Zeitigung im Terrarium muss dieses so abgedichtet werden, dass die Spiderlinge dieses nicht verlassen können. Die Spiderlinge schlüpfen im Larvenstadium oder der ersten Fresshaut, nachdem die Mutter den Kokon mit den Chelizeren aufgelockert hat, um dem Nachwuchs mehr Platz für die Häutungen zu bieten. Nach dem Larvenstadium häutet sich der Nachwuchs in die erste Fresshaut. In diesem Stadium wird von den Spiderlingen zum ersten Mal eigenständig gejagt und Nahrung aufgenommen. Nun sollten bei den meisten Arten die Tiere getrennt (vereinzelt) werden, da ein Großteil der Vogelspinnen kannibalistisch veranlagt sind. Bei einigen Arten jedoch, inbesondere Monocentropus balfouri, wirkt sich eine gemeinsame Haltung der Spiderlinge durchaus positiv auf die Entwicklung aus und hier ist die Gefahr Tiere durch Kannibalismus zu verlieren sehr gering.

Kokon von Pt. chordatus mit Prälarven

Kokon von Lasiodora parahybana mit Prälarven

Anmerkungen:
- Allgemein ist zu beobachten, dass bei sogenannten friedlichen Arten die
Verpaarung eher stürmisch und für das Männchen gefährlich abläuft,
wobei defensivere Arten bei der Paarung eher unkompliziert sind.
- Nach erfolgter Verpaarung sollte das Männchen nach Möglichkeit
weiteren Weibchen zugeführt werden. Dafür kann man das Männchen
weiterverkaufen oder gegen Kokonbeteiligung, wobei man einen Teil der
Nachzucht als Entlohnung bekommt, verleihen.
- Ein besonderes Paarungsverhalten legt die Art Sickius longibulbi an den
Tag. Informationen dazu findet man HIER.
- Einige Arten sind einfacher nachzuziehen als andere, bei einigen Arten
sind keine bis sehr wenige erfolgreiche Terrariennachzuchten bekannt
(z.B. Pelinobius muticus).
- Häutet sich ein Weibchen nach einer Verpaarung ist das Sperma durch
das Mithäuten der Spermathek verloren und eine Befruchtung der Eier
beim Kokonbau somit nicht möglich. Ausnahmen hierbei bilden die zwei
Arten Encyocratella olivacea und Sickius longibulbi, als die einzigen
beiden bekannten Vogelspinnenarten, die keine Spermathek besitzen.
Bei diesen ist eine Befruchtung auch nach einer Häutung noch möglich.
- Die Anzahl der Eier in einem Kokon schwankt je nach Art zwischen
ca. 20 bis hin zu über 2000. Ebenso steigt die Anzahl der Eier mit der
Größe des Muttertieres und deren Anzahl der gebauten Kokons.
- Bei wenigen Arten, wie z.B. Psalmopoeus cambridgei, Holothele incei oder Avicularia versicolor, können nach einer Verpaarung auch mehrere Kokons gebaut werden.
- Manchmal kommt es vor, dass das Muttertier den Kokon auffrisst. Gründe
hierfür können sein: übermässige Störung während der Kokonpflege,
unbefruchtete oder vergammelnde Kokons, nicht ideale
Haltungsbedingungen usw.
- Bei sehr alten Weibchen sollte man von einer Verpaarung absehen, da
diese oft zu schwach für einen Kokonbau sind und dies den Tot des
Tieres bedeuten kann.
Das Hobby Vogelspinnen kann nur auf 2 Arten aufrecht erhalten werden.
Durch Wildfänge oder Nachzuchten!
Natürlich ist die Nachzucht die sinnvollere Lösung.
Hier möchte ich die Fortpflanzung bei Vogelspinnen etwas genauer erläutern.
Vorbereitung:
Hat man die Absicht zu züchten, benötigt man ein adultes Pärchen der gleichen Art.
Das Weibchen sollte relativ frisch gehäutet sein und gut angefüttert werden, um zu verhindern, dass das Weibchen das Männchen vor oder nach der Verpaarung frisst.
Das Männchen muss ein sogenanntes Spermanetz gebaut und somit die Bulben mit Sperma gefüllt haben.
Zur Geschlechtsbestimmung der Spinne gibt es hier Informationen.
Sind nun beide Tiere bereit für eine Verpaarung, bietet es sich an das Terrarium in ein übersichtliches Zimmer ohne viele Versteckmöglichkeiten zu stellen. Dazu später mehr.
Die Verpaarung:
Für die eigentliche Paarung bietet es sich an das Terrarium des Weibchen zu nutzen.
Dieses wird dafür geöffnet und das Männchen aus seinem Behältnis vorsichtig hinein bugsiert.
Kommt nun das männliche Tier mit den Spinnfäden des Weibchens, welche mit Pheromonen versetzt sind, in Berührung wird es relativ schnell zu werben beginnen.
Dieses wird, insofern das Weibchen paarungsbereit ist, von diesem erwidert.
Je nach Art kann dieses Werben sich als heftiges Trommeln mit den Vorderbeinen und den Tastern oder nur als kaum merkliches Zittern äußern. Oftmals kommt das Weibchen dem Männchen bereitwillig aus ihrem Versteck entgegen. Nun hakt sich das Männchen mit den Tibiapophysen in den Tastern, Vorderbeinen oder Chelizeren des weiblichen Tieres ein und versucht dieses hochzustemmen. Ziel ist es, an die Geschlechtsöffnung an der Unterseite des Hinterleibs zu kommen, um dort die an den Tastern sitzenden Bulben einzuführen und das Sperma in die Spermathek des Weibchens abzugeben.
Dieser eigentliche Akt kann zwischen wenigen Sekunden bis zu 2 Stunden andauern.

Verpaarung Avicularia versicolor
Verpaarung Theraphosa blondi

Größenunterschied bei Pterinochilus lugardi Verpaarung

Geschlechtsdimorphismus bei Lasiodora parahybana

Verpaarung Pterinochilus chordatus
Nach der Verpaarung:
Trennen sich nach erfolgter Paarung die Tiere, ist es wichtig, dass das Männchen sich schnell und sicher aus dem Einflussbereich des Weibchens zurückziehen kann.
Hierzu lasse ich das Terrarium während der Verpaarung einfach offen.
Es ist wesentlich einfacher das flüchtende Männchen auf einer glatten Fläche, wie in diesem Fall die Badfliesen, einzufangen, als es direkt aus dem Terrarium zu holen.
Eine männliche Vogelspinne kann mehrere Weibchen erfolgreich befruchten und ist zu wertvoll für die Zucht, als dass man das Risiko eine Gefressenwerdens eingehen sollte.
Es kommt allerdings trotz aller Vorsichtsmaßnahmen manchmal dazu, dass das Weibchen vor oder nach der Verpaarung das Männchen zu packen bekommt und tötet. Dies ist allerdings eher die Ausnahme als die Regel. In seltenen Fällen kann es auch umgekehrt dazu kommen, dass das Männchen das Weibchen auffrisst, wie bei der Pterinochilus murinus eines Bekannten geschehen. Aus diesen Gründen sollte man bei einer Verpaarung stets aufmerksam sein und im Fall der Fälle das Ableben eines der Tiere zu verhindern versuchen.
Vor dem Kokonbau:
Nach erfolgter Verpaarung sollte das Weibchen nochmals überdurchschnittlich gefüttert werden, um die Produktion von Eiern anzuregen da der Kokonbau in freier Natur im Normalfall kurz vor oder während einer Jahreszeit mit reichlichem Nahrungsangebot erfolgt. Des weiteren ist es bei einigen Arten notwendig eine Regenzeit/Trockenphase oder einen Winter zu simulieren. Informationen hierzu erhält man in dem man sich die Klimadiagramme des jeweiligen Herkunftsgebietes ansieht. Auch ist in dieser Phase möglichst auf eine Störung des Tieres zu verzichten. Bis zum Kokonbau kann es zwischen wenigen Tagen bis zu mehreren Monaten dauern.
Der Kokonbau:
War die Verpaarung erfolgreich und sagen die Haltungsparameter dem Weibchen zu, beginnt das Tier mit der Vorbereitung des Kokonbaus. Dazu zieht sich das Weibchen im Normalfall in seinen Unterschlupf zurück und verschliesst diesen mit Erde und/oder dichtem Gespinst. Für den eigentlichen Kokon wird eine glockenähnliche Gespinstwanne gewebt. In diese werden die Eier, die in einer Flüssigkeit schwimmen, gelegt und dabei erst mit dem Sperma, das in der Spermathek gespeichert war, vermischt. Die eigentliche Befruchtung erfolgt erst drei bis vier Stunden später. Sind nun die Eier gelegt und damit der Hinterleib des Weibchens bis zu zwei drittel geschrumpft, werden die Eier mit einer Schicht Spinnseide überzogen. Woraufhin die gesamte Gespinnstglocke vom Weibchen zusammengefaltet und nochmals umsponnen wird. Bei den meisten Afrikanischen Vogelspinnenarten wird ein stationärer Kokon gefertigt. Das bedeutet, der Kokon ist entweder direkt im Wohngespinst des Weibchens integriert oder im Unterschlupf aufgehangen.

Weben der Gespinstwanne

Ablage der Eier

Überspinnen der Eier mit geschrumpftem Abdomen

Kurz vor dem Zusammenfalten

Lasiodora parahybana
mit fertigem Kokon
Die Zeitigung:
Nach etwa sechs bis acht Wochen haben sich bei optimalen Bedingungen in dem Kokon, der, insofern es kein stationärer Kokon ist, vom Weibchen umhergetragen und mehrmals täglich gewendet worden ist, aus den Eiern Prälarven oder Larven entwickelt. Nach dieser Zeit muss man sich entscheiden, ob man den Kokon beim Muttertier belässt oder diesen selbst zeitigt und dafür der Mutter wegnimmt. Entscheidet man sich für eine natürliche Zeitigung im Terrarium muss dieses so abgedichtet werden, dass die Spiderlinge dieses nicht verlassen können. Die Spiderlinge schlüpfen im Larvenstadium oder der ersten Fresshaut, nachdem die Mutter den Kokon mit den Chelizeren aufgelockert hat, um dem Nachwuchs mehr Platz für die Häutungen zu bieten. Nach dem Larvenstadium häutet sich der Nachwuchs in die erste Fresshaut. In diesem Stadium wird von den Spiderlingen zum ersten Mal eigenständig gejagt und Nahrung aufgenommen. Nun sollten bei den meisten Arten die Tiere getrennt (vereinzelt) werden, da ein Großteil der Vogelspinnen kannibalistisch veranlagt sind. Bei einigen Arten jedoch, inbesondere Monocentropus balfouri, wirkt sich eine gemeinsame Haltung der Spiderlinge durchaus positiv auf die Entwicklung aus und hier ist die Gefahr Tiere durch Kannibalismus zu verlieren sehr gering.

Kokon von Pt. chordatus mit Prälarven

Kokon von Lasiodora parahybana mit Prälarven

Eier
aus einem zu früh gezeitigtem Kokon
Anmerkungen:
- Allgemein ist zu beobachten, dass bei sogenannten friedlichen Arten die
Verpaarung eher stürmisch und für das Männchen gefährlich abläuft,
wobei defensivere Arten bei der Paarung eher unkompliziert sind.
- Nach erfolgter Verpaarung sollte das Männchen nach Möglichkeit
weiteren Weibchen zugeführt werden. Dafür kann man das Männchen
weiterverkaufen oder gegen Kokonbeteiligung, wobei man einen Teil der
Nachzucht als Entlohnung bekommt, verleihen.
- Ein besonderes Paarungsverhalten legt die Art Sickius longibulbi an den
Tag. Informationen dazu findet man HIER.
- Einige Arten sind einfacher nachzuziehen als andere, bei einigen Arten
sind keine bis sehr wenige erfolgreiche Terrariennachzuchten bekannt
(z.B. Pelinobius muticus).
- Häutet sich ein Weibchen nach einer Verpaarung ist das Sperma durch
das Mithäuten der Spermathek verloren und eine Befruchtung der Eier
beim Kokonbau somit nicht möglich. Ausnahmen hierbei bilden die zwei
Arten Encyocratella olivacea und Sickius longibulbi, als die einzigen
beiden bekannten Vogelspinnenarten, die keine Spermathek besitzen.
Bei diesen ist eine Befruchtung auch nach einer Häutung noch möglich.
- Die Anzahl der Eier in einem Kokon schwankt je nach Art zwischen
ca. 20 bis hin zu über 2000. Ebenso steigt die Anzahl der Eier mit der
Größe des Muttertieres und deren Anzahl der gebauten Kokons.
- Bei wenigen Arten, wie z.B. Psalmopoeus cambridgei, Holothele incei oder Avicularia versicolor, können nach einer Verpaarung auch mehrere Kokons gebaut werden.
- Manchmal kommt es vor, dass das Muttertier den Kokon auffrisst. Gründe
hierfür können sein: übermässige Störung während der Kokonpflege,
unbefruchtete oder vergammelnde Kokons, nicht ideale
Haltungsbedingungen usw.
- Bei sehr alten Weibchen sollte man von einer Verpaarung absehen, da
diese oft zu schwach für einen Kokonbau sind und dies den Tot des
Tieres bedeuten kann.